Dieses Gericht vereint zarte Hühnchenstücke mit einer samtigen Sauce aus Sahne, Tomaten und einer aromatischen Gewürzmischung. Die Kombination aus frisch gehacktem Koriander, Knoblauch und Ingwer bringt intensive Aromen, die perfekt miteinander harmonieren. Durch das Marinieren des Fleisches wird es besonders saftig und geschmackvoll. Ideal für eine gemütliche Mahlzeit unter der Woche, die schnell und unkompliziert zuzubereiten ist.
Die Sauce wird langsam eingekocht, bis sie dick und cremig ist. Das Gericht eignet sich hervorragend in Verbindung mit Basmati-Reis oder frischem Naanbrot, um die vielfältigen Aromen aufzunehmen. Für eine milchfreie Variante kann Sahne durch Kokoscreme ersetzt werden.
Ich habe dieses Curry an einem verregneten Dienstagabend gekocht, als mir nach etwas Wärmendem war. Der Duft von geröstetem Garam Masala füllte die Küche und erinnerte mich an ein kleines Restaurant in Berlin, das ich einmal besucht hatte. Ich hatte keine großen Erwartungen, aber schon beim ersten Bissen wusste ich: Das wird ein fester Bestandteil meiner Wochenplanung. Die cremige Sauce umhüllte das Hähnchen so sanft, dass ich vergaß, wie spät es war. Seitdem ist dieses Gericht meine Antwort auf stressige Tage.
Beim ersten Mal habe ich das Curry für Freunde gekocht, die eigentlich Pizza bestellen wollten. Während die Zwiebeln karamellisierten, kamen neugierige Blicke aus dem Wohnzimmer. Als ich die Sahne einrührte und die Sauce ihre goldene Farbe annahm, saßen alle schon am Tisch. Niemand sprach viel beim Essen, nur zufriedenes Seufzen und das Klappern der Löffel. Seitdem fragen sie immer wieder danach.
Ingredients
- Hähnchenoberschenkel: Ich nehme immer Schenkel statt Brust, weil sie saftig bleiben und nicht trocken werden, selbst wenn man sie ein paar Minuten länger köcheln lässt.
- Griechischer Joghurt: Er macht das Fleisch butterweich und gibt der Marinade eine leichte Säure, die perfekt mit den Gewürzen harmoniert.
- Zitronensaft: Ein Spritzer Frische, der die Aromen aufweckt und die Marinade lebendiger macht.
- Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander: Diese drei Gewürze bilden das Fundament und sorgen für die warme, erdige Tiefe, die ein gutes Curry ausmacht.
- Garam Masala: Das Herzstück, ich röste es immer kurz an, damit es sein volles Aroma entfaltet.
- Paprikapulver: Gibt eine sanfte Süße und eine schöne rote Farbe, ohne zu scharf zu sein.
- Cayennepfeffer: Optional, aber ich gebe immer eine Prise dazu, weil ich die kleine Hitze liebe.
- Dosentomaten: Sie kochen schneller ein als frische und geben der Sauce eine samtige Konsistenz.
- Sahne: Sie verwandelt alles in eine cremige Umarmung, die man nie vergisst.
- Hühnerbrühe: Ich verwende selbstgemachte, wenn ich welche habe, sonst tut es auch eine gute gekaufte.
- Koriander: Frisch gehackt kurz vor dem Servieren, das bringt Frische und Farbe auf den Teller.
Instructions
- Hähnchen marinieren:
- Joghurt, Zitronensaft und Gewürze in einer Schüssel verrühren, das Hähnchen hineingeben und gut wenden. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen, ich lasse es gerne auch mal über Nacht im Kühlschrank, dann wird es noch zarter.
- Zwiebeln anbraten:
- Öl oder Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln goldbraun dünsten, das dauert etwa 7 Minuten. Die Küche riecht jetzt schon herrlich.
- Knoblauch und Ingwer zugeben:
- Beides kurz anbraten, bis es duftet, aber nicht braun wird. Das ist der Moment, in dem die Aromen richtig aufblühen.
- Gewürze rösten:
- Garam Masala, Paprika und Cayenne einrühren und eine Minute rösten. Das Toasten ist wichtig, damit die Gewürze nicht bitter schmecken.
- Hähnchen anbraten:
- Das marinierte Hähnchen in die Pfanne geben und unter Rühren 4 bis 5 Minuten braten, bis es von allen Seiten leicht gebräunt ist.
- Tomaten und Brühe hinzufügen:
- Dosentomaten und Hühnerbrühe angießen, aufkochen lassen, dann Hitze reduzieren und zugedeckt 15 Minuten köcheln. Gelegentlich umrühren, damit nichts ansetzt.
- Sahne einrühren:
- Sahne unterrühren und ohne Deckel weitere 5 bis 7 Minuten köcheln, bis die Sauce schön eindickt. Ich probiere jetzt immer mal wieder, um die Würze anzupassen.
- Abschmecken und servieren:
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Koriander bestreuen und heiß mit Basmatireis oder Naan servieren.
Einmal habe ich das Curry für meine Mutter gekocht, die eigentlich keine scharfen Gerichte mag. Ich habe den Cayenne weggelassen und sie hat zwei Portionen gegessen. Sie sagte, es erinnere sie an eine Reise nach Indien in den Achtzigern, und ihre Augen leuchteten dabei. In diesem Moment wurde mir klar, dass Essen nicht nur satt macht, sondern auch Erinnerungen weckt.
Variationen und Anpassungen
Für eine milchfreie Version kannst du Kokosmilch statt Sahne und Kokosjoghurt statt griechischem Joghurt verwenden. Das gibt dem Curry eine leichte, exotische Note, die wunderbar schmeckt. Ich habe es einmal mit Kokosmilch gemacht, als unerwartet vegane Gäste kamen, und niemand hat den Unterschied bemerkt.
Serviervorschläge
Ich serviere das Curry am liebsten mit fluffigem Basmatireis, der die Sauce perfekt aufsaugt. Manchmal mache ich auch selbstgemachtes Naan dazu, das noch warm und weich ist. Ein einfacher Gurkensalat mit Minze und Zitrone rundet das Ganze ab und bringt eine erfrischende Balance.
Aufbewahrung und Meal Prep
Das Curry schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen sich setzen können. Ich koche oft die doppelte Menge und friere die Hälfte ein, dann habe ich immer ein schnelles Mittagessen parat. Im Kühlschrank hält es sich gut 3 Tage, im Gefrierschrank bis zu 3 Monate.
- Beim Aufwärmen etwas Brühe oder Wasser zugeben, falls die Sauce zu dick geworden ist.
- Koriander immer frisch beim Servieren drüberstreuen, nicht mitkochen.
- In verschließbaren Gläsern portionieren, das spart Platz und ist praktischer.
Dieses Curry hat mir gezeigt, dass man keine stundenlange Vorbereitung braucht, um etwas Besonderes zu schaffen. Es ist eines dieser Gerichte, die nach Zuhause schmecken, egal wo man gerade ist.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Wie macht man das Hühnchen besonders zart?
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Das Marinieren in griechischem Joghurt sowie Zitronensaft und Gewürzen sorgt für besonders zartes und aromatisches Fleisch.
- → Kann man die Sauce milchfrei zubereiten?
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Ja, als Alternative zur Sahne eignet sich Kokoscreme, die der Sauce ebenfalls eine cremige Textur verleiht.
- → Welche Gewürze sind für den Geschmack wichtig?
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Garam Masala, Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander und Paprika sorgen für das typische, aromatische Profil.
- → Wie lässt sich die Schärfe anpassen?
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Der Cayennepfeffer kann je nach gewünschter Schärfe dosiert oder ganz weggelassen werden.
- → Womit passt dieses Gericht gut zusammen?
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Basmati-Reis oder frisch gebackenes Naan bieten eine ideale Grundlage, um die cremige Sauce aufzunehmen.
- → Wie lange dauert die Zubereitung insgesamt?
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Die gesamte Zubereitungs- und Kochzeit beträgt etwa 50 Minuten, inklusive Marinierzeit.