Geschmortes Hirschgulasch Wurzeln

A hearty bowl of braised venison stew, featuring tender meat and root vegetables. Anheften
A hearty bowl of braised venison stew, featuring tender meat and root vegetables. | kushfreude.com

Dieses Gericht vereint zartes Hirschfleisch, das langsam geschmort wird, mit aromatischen Wurzeln und Kräutern. Die Kombination aus Rotweinsoße und frischen Kräutern sorgt für eine reichhaltige Tiefe und intensiven Geschmack. Geduldig gegart, wird das Fleisch wunderbar weich und die Aromen verbinden sich zu einem wärmenden Mahl, perfekt für kalte Tage. Optional lässt sich die Soße durch eine kleine Mehlschwitze binden, um eine cremigere Konsistenz zu erzielen.

Das Wurzelgemüse bringt natürliche Süße und Struktur, während die Kräuter wie Thymian und Rosmarin feine Nuancen hinzufügen. Ein mustergültiges Gericht für Liebhaber herzhaften Genusses und saisonaler Zutaten. Beilagen wie Butternudeln oder knuspriges Brot runden das Geschmackserlebnis ab.

Ich habe diesen Hirscheintopf an einem eisigen Februarabend zum ersten Mal gekocht, als unerwartet Gäste kamen. Der Duft von karamellisierten Zwiebeln und Rotwein füllte die Küche, während draußen Schnee fiel. Was als improvisiertes Abendessen begann, wurde zu einem meiner stolzesten Wintergerichte. Seitdem koche ich es jedes Jahr mindestens einmal.

Meine Schwiegermutter war zunächst skeptisch, als ich Wild servierte, doch nach dem ersten Bissen nickte sie anerkennend. Sie fragte nach dem Rezept, was bei ihr selten vorkommt. An jenem Abend saßen wir länger am Tisch als geplant, tauchten knuspriges Brot in die Soße und erzählten Geschichten. Seitdem verbinde ich diesen Eintopf mit warmen, langen Winterabenden voller Gelächter.

Zutaten

  • Hirschfleisch (1,2 kg, gewürfelt): Achte darauf, dass du es vorher gründlich trocken tupfst, sonst brät es nicht richtig an und wird zäh statt knusprig.
  • Olivenöl (2 EL): Verwende ein neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt, damit nichts anbrennt, wenn du das Fleisch scharf anbrätst.
  • Zwiebeln (2 große, gehackt): Sie bilden die süße Basis der Soße und sollten richtig weich und goldbraun werden.
  • Karotten (3, geschält und in Scheiben): Sie geben eine natürliche Süße und Farbe, die den erdigen Wildgeschmack perfekt ausbalanciert.
  • Sellerie (2 Stangen, gehackt): Unterschätze ihn nicht, er sorgt für eine aromatische Tiefe, die man schmeckt, aber nicht benennen kann.
  • Knoblauch (3 Zehen, gehackt): Brate ihn nur kurz an, sonst wird er bitter und verdirbt die ganze Soße.
  • Champignons (300 g, geviertelt): Sie saugen die Soße auf wie kleine Schwämme und bringen eine herrliche Umami-Note mit.
  • Kartoffeln (3 mittelgroße, gewürfelt): Gib sie erst später dazu, sonst zerfallen sie komplett und du hast einen Brei statt Eintopf.
  • Rotwein (400 ml, trocken): Nimm einen, den du auch trinken würdest, billiger Fusel ruiniert den Geschmack, das habe ich auf die harte Tour gelernt.
  • Rinder- oder Wildbrühe (500 ml): Selbstgemachte Brühe ist ideal, aber gute Brühe aus dem Glas tut es auch, wenn du ehrlich zu dir selbst bist.
  • Tomatenmark (2 EL): Röste es kurz an, damit es seine Säure verliert und eine süßliche, konzentrierte Tomatennote entwickelt.
  • Worcestershire-Soße (1 EL): Ein winziger Schuss reicht, um der Soße diese rätselhafte, würzige Komplexität zu verleihen.
  • Lorbeerblätter (2): Vergiss nicht, sie vor dem Servieren zu entfernen, sonst beißt garantiert jemand drauf.
  • Thymian (4 Zweige, frisch): Frischer Thymian macht den Unterschied, getrockneter schmeckt einfach nicht so lebendig.
  • Rosmarin (1 Zweig, frisch): Ein einziger Zweig genügt, mehr macht den Eintopf bitter und parfümiert.
  • Salz und schwarzer Pfeffer: Würze großzügig, Wild verträgt mehr Salz als du denkst.
  • Speisestärke (2 EL, optional): Falls die Soße zu dünn ist, rühre sie mit kaltem Wasser an und gib sie langsam dazu.
  • Petersilie (frisch, gehackt): Ein Hauch frisches Grün zum Schluss hebt das ganze Gericht optisch und geschmacklich auf ein neues Level.

Anleitung

Ofen vorheizen:
Stelle den Ofen auf 160 Grad Celsius ein, damit er bereit ist, wenn du ihn brauchst.
Fleisch vorbereiten:
Tupfe das Hirschfleisch gründlich trocken und würze es rundum mit Salz und Pfeffer. Feuchtes Fleisch dampft nur und wird nie schön braun.
Fleisch anbraten:
Erhitze das Olivenöl in einem großen Bräter bei mittlerer bis hoher Hitze und brate das Fleisch portionsweise kräftig an, bis es von allen Seiten eine dunkle Kruste hat. Nimm die gebräunten Stücke heraus und lege sie beiseite.
Gemüse anschwitzen:
Gib Zwiebeln, Karotten und Sellerie in denselben Topf und brate sie etwa fünf bis sechs Minuten, bis sie weich werden und anfangen zu duften. Die Röstaromen am Topfboden sind pures Gold.
Knoblauch und Pilze hinzufügen:
Rühre Knoblauch und Champignons unter und lass alles weitere zwei bis drei Minuten braten, bis die Pilze Farbe annehmen.
Tomatenmark anrösten:
Gib das Tomatenmark dazu und röste es eine Minute lang unter ständigem Rühren, damit es seine rohe Säure verliert.
Fleisch zurückgeben und ablöschen:
Gib das angebratene Fleisch zurück in den Topf, gieße den Rotwein an und kratze mit einem Holzlöffel alle köstlichen braunen Reste vom Boden ab.
Flüssigkeit und Kräuter ergänzen:
Füge die Brühe und Worcestershire-Soße hinzu, dann Lorbeerblätter, Thymian und Rosmarin. Lass alles kurz aufkochen.
Im Ofen schmoren:
Setze den Deckel auf und stelle den Topf für zwei Stunden in den Ofen. Die Küche wird himmlisch duften.
Kartoffeln hinzufügen:
Nimm den Topf heraus, rühre die Kartoffelwürfel unter und lass den Eintopf ohne Deckel weitere dreißig Minuten schmoren, bis Fleisch und Kartoffeln butterweich sind.
Soße andicken (optional):
Falls die Soße zu dünn ist, mische Speisestärke mit kaltem Wasser und rühre die Mischung ein. Lass alles auf dem Herd noch fünf Minuten köcheln, bis die Soße andickt.
Abschmecken und servieren:
Entferne die Kräuterzweige und Lorbeerblätter, schmecke mit Salz und Pfeffer ab und garniere mit frischer Petersilie.
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Einmal habe ich diesen Eintopf für eine kleine Dinnerparty gemacht und vergessen, die Lorbeerblätter zu entfernen. Ein Freund biss hinein und verzog das Gesicht, doch wir lachten alle und machten daraus einen Running Gag. Seitdem prüfe ich dreimal, ob ich die Kräuter entfernt habe. Trotz der kleinen Panne war es ein unvergesslicher Abend, an dem das Essen Gespräche und Erinnerungen schuf.

Variationen und Anpassungen

Du kannst die Kartoffeln durch Pastinaken oder Steckrüben ersetzen, wenn du eine erdige, leicht süßliche Note bevorzugst. Manche meiner Gäste lieben es, wenn ich eine Handvoll getrockneter Cranberries kurz vor Ende hinzufüge, das gibt eine fruchtige Überraschung. Experimentiere ruhig, dieser Eintopf verzeiht Abweichungen und belohnt Kreativität.

Serviervorschläge

Ich serviere diesen Eintopf am liebsten mit dicken Scheiben frisch gebackenem Brot, das perfekt ist, um die Soße aufzutunken. Manchmal mache ich auch Butternudeln oder Spätzle dazu, wenn ich Gäste habe, die richtig Hunger mitbringen. Ein kräftiger Rotwein wie Syrah oder Malbec passt hervorragend und rundet das Ganze ab.

Aufbewahrung und Reste

Der Eintopf hält sich im Kühlschrank bis zu vier Tage und schmeckt jedes Mal besser, weil sich die Aromen immer weiter entfalten. Du kannst ihn auch problemlos einfrieren und hast so ein schnelles, herzhaftes Essen für hektische Wochen parat. Einfach langsam auftauen und sanft aufwärmen, dabei gelegentlich umrühren.

  • Friere ihn in Portionen ein, dann musst du nicht alles auf einmal auftauen.
  • Beim Aufwärmen eventuell einen Schuss Brühe oder Wasser hinzufügen, falls die Soße zu dick geworden ist.
  • Reste eignen sich fantastisch als Füllung für Blätterteig-Pasteten oder über Polenta serviert.

This photo depicts a steaming, delicious braised venison stew, ideal for a chilly evening. Anheften
This photo depicts a steaming, delicious braised venison stew, ideal for a chilly evening. | kushfreude.com

Dieser Hirscheintopf ist mehr als nur ein Rezept, er ist eine Einladung, innezuhalten und gemeinsam zu genießen. Ich hoffe, er bringt genauso viel Wärme und Freude in deine Küche wie in meine.

Fragen & Antworten zum Rezept

Das Hirschfleisch sollte bei niedriger Temperatur langsam geschmort werden, damit es weich und saftig bleibt.

Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie und Kartoffeln ergänzen die kräftigen Aromen ideal.

Eine Mischung aus Speisestärke und kaltem Wasser langsam einrühren und kurz aufkochen lassen, bis die Soße eindickt.

Frische Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Lorbeerblätter verleihen Tiefe und harmonieren hervorragend mit dem Fleisch.

Das Fleisch lässt sich gut morgens ansetzen; durch das längere Schmoren entfalten sich die Aromen ideal.

Geschmortes Hirschgulasch Wurzeln

Langsam gegartes Hirschgulasch mit Wurzelgemüse und aromatischen Kräutern für ein wärmendes Gericht.

Prep 25m
Cook 150m
Total 175m
Servings 6
Difficulty Medium

Ingredients

Fleisch

  • 2.6 lbs (1.2 kg) ausgelöste Hirschschulter oder -keule, in 2-Zoll-Würfel geschnitten

Gemüse

  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 2 große Zwiebeln, gehackt
  • 3 Karotten, geschält und in Scheiben geschnitten
  • 2 Selleriestangen, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 10 oz (300 g) braune Champignons, geviertelt
  • 3 mittelgroße Kartoffeln, geschält und gewürfelt

Bratflüssigkeit

  • 1 2/3 Tassen (400 ml) trockener Rotwein
  • 2 Tassen (500 ml) Rinder- oder Wildfond
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Esslöffel Worcestershiresauce

Kräuter & Gewürze

  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Finalisierung

  • 2 Esslöffel Maisstärke oder Pfeilwurz (optional, zum Andicken)
  • 2 Esslöffel kaltes Wasser (bei Andicken)
  • Frische Petersilie, gehackt, zum Garnieren

Instructions

1
Ofen vorheizen: Backofen auf 325 °F (160 °C) vorheizen.
2
Wild vorbereiten: Hirschfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.
3
Fleisch anbraten: Olivenöl in einem großen Schmortopf bei mittelhoher Hitze erhitzen. Fleisch portionsweise anbraten bis es gut gebräunt ist, dann beiseitestellen.
4
Gemüse anschwitzen: In demselben Topf Zwiebeln, Karotten und Sellerie 5–6 Minuten anschwitzen, bis sie weich sind.
5
Knoblauch und Pilze ergänzen: Knoblauch und Champignons hinzufügen und weitere 2–3 Minuten garen.
6
Tomatenmark einrühren: Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitgaren, um die Aromen zu intensivieren.
7
Fleisch zurückgeben und ablöschen: Fleisch zurück in den Topf geben, mit Rotwein ablöschen und Bratrückstände vom Topfboden lösen.
8
Flüssigkeiten und Kräuter ergänzen: Fond und Worcestershiresauce einfüllen. Lorbeerblätter, Thymian und Rosmarin hinzufügen.
9
Schmoren im Ofen: Zum Köcheln bringen, abdecken und im Ofen 2 Stunden schmoren.
10
Kartoffeln zugeben und weitergaren: Kartoffeln einrühren und ohne Deckel weitere 30 Minuten schmoren, bis Fleisch und Kartoffeln zart sind.
11
Sauce andicken (optional): Optional: Maisstärke mit kaltem Wasser verrühren, einrühren und 5 Minuten auf dem Herd köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.
12
Abschmecken und servieren: Kräuterzweige und Lorbeerblätter entfernen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gehackter Petersilie bestreuen und heiß servieren.
Additional Information

Equipment Needed

  • Großer Schmortopf oder gusseiserner Bräter
  • Scharfes Kochmesser
  • Schneidebrett
  • Messbecher und Löffel
  • Holzlöffel

Nutrition (Per Serving)

Calories 410
Protein 47g
Carbs 28g
Fat 10g

Allergy Information

  • Keiner der häufigsten 8 Allergene enthalten bei Verwendung von glutenfreiem Fond.
  • Worcestershiresauce kann Fisch (Anchovis) und Gluten enthalten; Etiketten prüfen.
Mila Schneider

Mit Liebe selbstgemacht: Milas einfache, gesunde Rezepte für jeden Tag.