Diese elegante Blätterteig Tarte kombiniert knuspriges Blätterteig mit einer cremigen Käse-Creme-Fraîche-Schicht und zartem grünem Spargel. Die Zubereitung dauert insgesamt nur 40 Minuten. Bereiten Sie die Käsemischung vor, verteilen Sie sie auf dem Blätterteig, arrangieren Sie den Spargel darauf und backen Sie alles goldbraun.
Servieren Sie die Tarte warm oder bei Raumtemperatur als Hauptgang für vier Personen. Sie können die Basis mit Ricotta oder Ziegenkäse variieren und nach dem Backen Prosciutto hinzufügen.
An unverhoffter Frühlingsregen zwang unsere Gartenfete nach drinnen, und ich musste schnell improvisieren. Der Blick in den Kühlschrank offenbarte frischen grünen Spargel und Blätterteig - die Geburtsstunde meiner mittlerweile berühmten Spargeltarte. Die Kombination aus knusprigem Teig und zartem Spargel zauberte trotz des Regens Frühlingsstimmung in unsere Küche. Das Geräusch des aufgehenden Teiges im Ofen versprach schon etwas Besonderes.
Letzten Frühling habe ich die Tarte für meine Schwiegermutter gebacken, die sonst eher kritisch mit meinen Kochkünsten ist. Als sie nach dem zweiten Stück fragte, wusste ich, dass ich einen Volltreffer gelandet hatte. Die Sonne fiel durch das Küchenfenster und ließ den Spargel auf dem goldenen Teig leuchten, während wir an diesem Nachmittag bei einem Glas Weißwein zusammensaßen und plötzlich alte Familiengeschichten auspackten.
Zutaten
- 1 Rolle Blätterteig (ca. 250 g): Ich kaufe immer den fertig ausgerollten, das spart Zeit und Nerven - achte aber darauf, dass er Raumtemperatur hat, sonst reißt er beim Ausrollen.
- 300 g grüner Spargel: Wähle möglichst gleichmäßig dicke Stangen, damit sie gleichzeitig gar werden - die dünneren Stangen sind für diese Tarte übrigens besser als die dicken.
- 100 g Crème fraîche: Gibt der Tarte eine unvergleichliche Cremigkeit und mildert die Schärfe des Käses perfekt ab.
- 60 g geriebener Gruyère oder Parmesan: Nach viel Experimentieren habe ich festgestellt, dass eine Mischung aus beiden Käsesorten das beste Aroma ergibt.
- 1 kleine rote Zwiebel: Ihre leichte Schärfe und die schöne Farbe machen den Unterschied - dünn geschnitten karamellisiert sie wunderbar im Ofen.
Anleitung
- Den Ofen vorheizen:
- Stelle den Ofen auf 200°C und lege ein Backpapier auf das Blech. Die richtige Temperatur ist entscheidend für den perfekt aufgehenden Blätterteig.
- Den Teig vorbereiten:
- Rolle den Blätterteig auf dem Backpapier aus und ritze mit einem scharfen Messer einen Rand von etwa 1 cm ein. Nicht durchschneiden - dieser kleine Trick sorgt für den wunderschön aufgehenden Rand!
- Die Füllung zubereiten:
- Verrühre die Crème fraîche mit dem Käse, gehacktem Knoblauch, Salz und Pfeffer in einer Schüssel. Die Mischung sollte cremig sein, aber nicht zu flüssig.
- Den Belag anordnen:
- Streiche die Käsemischung gleichmäßig auf dem Teig aus und lege den Spargel und die Zwiebelringe dekorativ darüber. Ich liebe es, dabei ein Muster zu kreieren, das später beim Servieren alle beeindruckt.
- Das Finish und Backen:
- Bepinsele den Rand mit Eigelb für eine goldene Farbe und beträufle den Spargel mit etwas Olivenöl. Dann für 22-25 Minuten in den Ofen, bis der Teig goldbraun und aufgegangen ist.
Als mein Neffe, der sonst kein Gemüse anrührt, letzten Sommer bei unserem Familientreffen heimlich ein zweites Stück der Tarte vom Buffet stibitzte, musste ich schmunzeln. Seine Mutter beobachtete ihn mit offenem Mund, während er genüsslich den Spargel verspeiste, den er sonst kategorisch ablehnte. Manchmal braucht es eben nur die richtige Zubereitung, um Gemüsemuffel zu überzeugen.
Variationen für jeden Geschmack
Im Laufe der Jahre habe ich zahlreiche Versionen dieser Tarte ausprobiert. Einmal habe ich statt Crème fraîche Ziegenfrischkäse verwendet, was ein intensiveres, leicht säuerliches Aroma ergab. Mit einem Hauch Honig darüber war es die perfekte Balance aus herzhaft und süß. Eine andere Variante mit hauchdünnen Zitronenscheiben zwischen den Spargelstangen brachte eine erfrischende Zitrusnote ins Spiel, die besonders an heißen Sommertagen wunderbar ist.
Serviervorschläge
Die Tarte ist vielseitiger, als man zunächst denken würde. Zu einem Brunch serviere ich sie lauwarm mit einem gemischten Salat. Für ein Abendessen schneide ich sie in kleine Quadrate als Vorspeise, während sie für ein Picknick in handliche Rechtecke geschnitten wird. Der Geschmack entwickelt sich übrigens bei Zimmertemperatur am besten - direkt aus dem Kühlschrank kommt das Aroma nicht richtig zur Geltung.
Aufbewahrung und Wiedererwärmung
Sollte wider Erwarten etwas übrig bleiben, hält sich die Tarte gut verpackt bis zu zwei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen empfehle ich den Backofen statt der Mikrowelle, um die Knusprigkeit des Teigs zu erhalten - etwa 8 Minuten bei 160°C reichen völlig aus.
- Lass die Tarte nie zu lange stehen, bevor du sie in den Kühlschrank stellst - nach etwa zwei Stunden sollte sie gekühlt werden.
- Zum Transportieren für ein Picknick die Tarte komplett abkühlen lassen und dann locker in Backpapier wickeln, nicht in Plastikfolie, sonst wird der Teig weich.
- Die Tarte schmeckt am allerbesten am selben Tag, an dem sie gebacken wurde - die Balance zwischen knusprigem Teig und saftigem Spargel ist dann perfekt.
Diese Spargeltarte hat in meinem Repertoire einen Ehrenplatz erobert - sie ist mein zuverlässiger Begleiter von den ersten Frühlingstagen bis in den Frühsommer. Jedes Mal, wenn der Duft von buttrigem Blätterteig und Spargel meine Küche erfüllt, weiß ich, dass die schönste Jahreszeit begonnen hat.