Diese zarten Steakstücke werden perfekt angebraten und mit einer aromatischen Knoblauchbutter sowie sautierten Pilzen kombiniert. Das Gericht ist schnell zubereitet und bietet eine ausgewogene Kombination aus Protein und herzhaften Aromen. Ideal für ein unkompliziertes und zugleich genussvolles Abendessen, bei dem die Frische von Kräutern und der Geschmack von frischem Zitronensaft das Erlebnis abrunden.
An der Stelle, wo meine Küche auf den Flur trifft, riecht es manchmal noch nach diesem Abend, an dem ich zum ersten Mal Steak in winzige Würfel geschnitten habe, weil ich keine Lust auf lange Bratzeiten hatte. Die Pfanne zischte lauter als erwartet, Knoblauch klebte an meinen Fingern, und plötzlich stand mein Nachbar in der Tür und fragte, ob ich ein Restaurant eröffnet hätte. Seitdem mache ich diese Steak Bites öfter, als ich zugeben möchte – nicht nur, weil sie in fünfzehn Minuten fertig sind, sondern weil sie jedes Mal so schmecken, als hätte ich mir Mühe gegeben, obwohl ich eigentlich nur Hunger hatte.
Ich erinnere mich an einen verregneten Donnerstag, als meine Schwester mit schlechter Laune vorbeikam und ich nichts außer Steak und Pilzen im Haus hatte. Während die Butter im Topf schmolz und der Knoblauch die Luft süß und scharf machte, wurde sie ruhiger. Wir aßen direkt aus der Pfanne, standen am Herd, lachten über irgendetwas Dummes. Seitdem ist dieses Gericht für mich weniger Rezept als eine Art Einladung – komm vorbei, ich mach uns was Gutes.
Ingredients
- Sirloin-Steak: Ich schneide es in gleichmäßige Würfel, weil dann alles zur gleichen Zeit gar wird und nichts grau aussieht, während der Rest noch blutet.
- Olivenöl: Es verhindert, dass das Fleisch an der Pfanne kleben bleibt, und sorgt für diese schöne dunkle Kruste, die nach Steakhouse schmeckt.
- Salz und Pfeffer: Ich salze immer kurz vor dem Braten, nie Stunden vorher, sonst zieht das Salz den Saft raus und die Würfel werden trocken.
- Champignons: Ich wasche sie nie unter Wasser, sondern wische sie nur mit Küchenpapier ab, damit sie beim Braten nicht matschig werden.
- Butter: Ungesalzene Butter ist wichtig, weil du sonst die Kontrolle über den Salzgehalt verlierst und am Ende alles zu salzig schmeckt.
- Knoblauch: Frisch gehackt, niemals aus dem Glas – der Unterschied ist so groß, dass es sich wie ein anderes Gericht anfühlt.
- Petersilie: Sie bringt Frische rein, gerade wenn die Butter schwer wird, und sieht auf dem Teller aus, als hättest du dir Mühe gegeben.
- Thymian: Ein bisschen erdig, ein bisschen floral – er macht die Butter interessanter, ohne aufdringlich zu sein.
- Zitronensaft: Der letzte Spritzer hebt alles an, schneidet durch das Fett und lässt die Aromen klarer schmecken.
Instructions
- Fleisch vorbereiten:
- Tupfe die Steakwürfel mit Küchenpapier trocken, als würdest du einem Kind das Gesicht abwischen – gründlich, aber sanft. Vermische sie dann mit Olivenöl, Salz und Pfeffer, bis jedes Stück leicht glänzt.
- Pilze anbraten:
- Erhitze die Pfanne, bis ein Wassertropfen darin tanzt und sofort verdampft, gib dann Öl und Pilze hinzu. Lass sie in Ruhe brutzeln, bis sie goldbraun sind und nach Wald riechen, dann nimm sie raus.
- Steak scharf anbraten:
- Leg die Hälfte der Fleischwürfel in die Pfanne, ohne sie zu berühren, und zähl langsam bis 120, bevor du sie wendest. Sie sollten sich von selbst lösen und dunkel glänzen, innen aber noch rosa sein.
- Knoblauchbutter machen:
- Reduziere die Hitze, wirf die Butter hinein und warte, bis sie aufhört zu schäumen. Gib Knoblauch und Thymian dazu und rühr vorsichtig, bis es duftet wie in einer französischen Küche.
- Alles zusammenbringen:
- Wirf Fleisch und Pilze zurück in die Pfanne, schwenk alles durch die Butter, bis jedes Stück glänzt. Spritz Zitrone drüber, streu Petersilie drauf und nimm die Pfanne vom Herd, bevor du zu viel nachdenkst.
An einem Abend im Januar, als draußen Schnee lag und drinnen die Heizung nicht richtig lief, habe ich diese Steak Bites für vier Leute gemacht, die ich kaum kannte. Wir saßen am Küchentisch, tauchten Brot in die Knoblauchbutter und redeten über alles Mögliche, bis die Kerzen runtergebrannt waren. Danach schrieb mir einer von ihnen, dass er sich nicht erinnern könne, wann er das letzte Mal so gut gegessen habe – nicht wegen der Technik, sondern weil es sich angefühlt habe wie zu Hause.
So wählst du das richtige Fleisch
Sirloin ist mein Favorit, weil es genug Geschmack hat, aber nicht so teuer ist wie Filet. Wenn du Lust auf mehr Fett und Aroma hast, nimm Ribeye – es wird butterweicher, allerdings spritzt die Pfanne mehr. Ich schneide das Fleisch immer gegen die Faser, damit die Würfel zart bleiben und nicht zäh zwischen den Zähnen hängen. Achte darauf, dass alle Stücke ungefähr gleich groß sind, sonst sind manche roh und andere schon durch, bevor du reagieren kannst.
Beilagen, die wirklich passen
Ich serviere die Steak Bites am liebsten mit Kartoffelpüree, das die Knoblauchbutter aufsaugt wie ein Schwamm. Manchmal mache ich auch nur einen grünen Salat mit Zitronendressing, weil das Fleisch schon so reichhaltig ist, dass ich Lust auf etwas Leichtes bekomme. An Abenden, an denen ich mehr Hunger habe, reiche ich dazu gebratenen Reis oder geröstetes Brot, das ich vorher mit Butter bestreiche und in der Pfanne kurz knusprig werden lasse.
Aufbewahren und nochmal aufwärmen
Falls etwas übrig bleibt – was selten vorkommt – packe ich es in eine luftdichte Box und stelle es in den Kühlschrank. Am nächsten Tag schmeckt es kalt auf einem Salat fantastisch, oder ich wärme es vorsichtig in der Pfanne auf, ohne es zu lange zu erhitzen, damit es nicht zäh wird. Du kannst die Reste auch in Wraps wickeln oder über Nudeln geben, zusammen mit einem Schuss Sahne, die du mit der Knoblauchbutter vermischst.
- Lass das Fleisch vor dem Braten auf Raumtemperatur kommen, damit es gleichmäßig gart.
- Verwende eine gusseiserne Pfanne, wenn du eine hast – sie speichert die Hitze besser und gibt dir diese perfekte Kruste.
- Probier die Knoblauchbutter, bevor du sie über das Fleisch gibst, und würze bei Bedarf nach, damit nichts fade schmeckt.
Diese Steak Bites sind für mich der Beweis, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss – nur ehrlich, warm und so lecker, dass man vergisst, auf die Uhr zu schauen. Mach sie, wenn du Hunger hast, wenn Besuch kommt oder einfach nur, weil du Lust auf etwas hast, das sich wie eine Umarmung anfühlt.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Wie bekomme ich das Steak besonders zart?
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Das Steak in gleichmäßige Würfel schneiden und vor dem Braten trocken tupfen. Kurz und scharf anbraten, um die Saftigkeit zu bewahren.
- → Welche Pilzsorten eignen sich am besten?
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Cremini oder weiße Champignons sind optimal, da sie beim Braten saftig bleiben und ein mildes Aroma haben.
- → Kann man die Butter ersetzen?
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Ja, für eine milchfreie Variante eignet sich etwa eine pflanzliche Margarine oder ein hochwertiges Olivenöl.
- → Wie lange sollte das Gericht insgesamt dauern?
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Die Zubereitung plus Garzeit beträgt etwa 25 Minuten, ideal für einen schnellen Genuss.
- → Welche Beilagen passen gut dazu?
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Kartoffelpüree, Reis oder ein frischer grüner Salat ergänzen die Aromen bestens.