Diese langsam gegarte Schweineschulter zeichnet sich durch ihre zarte, saftige Textur und reichhaltigen Aromen aus. Die Kombination aus Olivenöl, Kräutern und Gewürzen verleiht dem Fleisch eine angenehme Würze, die beim langsamen Braten im Ofen optimal einzieht. Die Beigabe von Zwiebeln, Knoblauch und Hühnerbrühe sorgt für zusätzliche Feuchtigkeit und Geschmackstiefe. Nach mehreren Stunden langsamen Garens wird das Fleisch besonders mürbe und lässt sich leicht zerteilen – perfekt für gemütliche Familienessen oder festliche Gelegenheiten.
Zum Schluss kann das Fleisch offen gebraten werden, um eine knusprige Kruste zu erzielen. Reste lassen sich wunderbar in verschiedenen Gerichten wie Sandwiches oder Salaten weiterverwenden. Eine empfehlenswerte Beilage sind Kartoffelpüree oder Ofengemüse, dazu passen kräftige Rotweine ideal.
An einem verregneten Sonntag im Herbst stand ich vor einem riesigen Stück Schweineschulter und hatte keine Ahnung, was ich damit anfangen sollte. Mein Nachbar hatte mir das Fleisch geschenkt, und ich wollte es nicht verschwenden. Also beschloss ich, es einfach langsam im Ofen zu garen und zu sehen, was passiert. Der Duft, der nach zwei Stunden durch meine Küche zog, war so intensiv und einladend, dass sogar meine Katze neugierig wurde. Am Ende hatte ich das zarteste, saftigste Fleisch, das ich je gemacht hatte, und seitdem ist diese Methode mein absoluter Favorit für entspannte Familienessen.
Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich dieses Gericht für meine Schwiegereltern gemacht habe. Sie kamen unerwartet zu Besuch, und ich hatte nur diese große Schweineschulter im Kühlschrank. Mit ein bisschen Improvisation und viel Hoffnung schob ich das Fleisch in den Ofen. Vier Stunden später saßen wir zusammen am Tisch, und mein Schwiegervater meinte, das sei das beste Fleisch, das er seit Jahren gegessen habe. Seitdem wird dieses Rezept bei uns zu jedem besonderen Anlass serviert, und es hat noch nie enttäuscht.
Zutaten
- Schweineschulter (1,8–2,3 kg, ohne Knochen): Wähle ein Stück mit etwas Fettmarmorierung, das hält das Fleisch saftig und gibt ihm unglaublich viel Geschmack.
- Olivenöl (2 EL): Hilft den Gewürzen, am Fleisch zu haften, und sorgt für eine schöne goldene Kruste.
- grobes Meersalz (1 EL): Unverzichtbar für die perfekte Würzung, zieh hier nicht am falschen Ende.
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (1½ TL): Frisch gemahlen macht den Unterschied, glaub mir.
- geräuchertes Paprikapulver (1 EL): Bringt eine wunderbare Rauchnote, die an Grillabende erinnert.
- Knoblauchpulver (2 TL): Verteilt sich gleichmäßiger als frischer Knoblauch in der Trockenmarinade.
- Zwiebelpulver (1 TL): Gibt eine dezente Süße und Tiefe, die du sonst vermissen würdest.
- getrockneter Thymian (1 TL): Ein Hauch von Kräutern, der das Ganze abrundet.
- getrockneter Rosmarin (1 TL): Klassisch zu Schwein, zerreib ihn etwas zwischen den Fingern für mehr Aroma.
- große Zwiebel (1 Stück, grob gehackt): Bildet ein aromatisches Bett, auf dem das Fleisch ruht und Geschmack abgibt.
- Knoblauchzehen (4 Stück, zerdrückt): Gib ihnen einen kräftigen Schlag mit der Messerseite, das setzt die Aromen frei.
- Hühnerbrühe, natriumarm (480 ml): Hält alles schön feucht und wird später zu einem köstlichen Jus.
Anleitung
- Ofen vorheizen:
- Heize deinen Ofen auf 135 Grad Celsius vor. Diese niedrige Temperatur ist der Schlüssel zum zarten Ergebnis.
- Fleisch vorbereiten:
- Tupfe die Schweineschulter rundherum mit Küchenpapier trocken, so haftet die Gewürzmischung besser und das Fleisch bräunt schöner.
- Gewürzmischung anrühren:
- Vermische Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Thymian und Rosmarin in einer kleinen Schüssel. Es duftet schon jetzt herrlich.
- Fleisch einreiben:
- Reibe die Schweineschulter rundum mit Olivenöl ein, dann drücke die Gewürzmischung großzügig ins Fleisch. Scheue dich nicht, richtig zuzupacken.
- Aromabett vorbereiten:
- Verteile die gehackte Zwiebel und die zerdrückten Knoblauchzehen am Boden eines großen Bräters oder Dutch Ovens. Setze die Schweineschulter mit der Fettseite nach oben darauf.
- Brühe hinzufügen:
- Gieße die Hühnerbrühe um das Fleisch herum, aber nicht darüber, damit die Kruste nicht aufweicht.
- Abdecken und garen:
- Decke den Bräter fest mit einem Deckel oder Alufolie ab und schiebe ihn in den Ofen. Nun heißt es warten, aber es lohnt sich.
- Langsam schmoren:
- Lass das Fleisch 4 Stunden garen, bis es butterweich ist und sich mit der Gabel zerteilen lässt. Die Wohnung wird fantastisch riechen.
- Optional knusprig machen:
- Wenn du eine knusprige Kruste möchtest, nimm in den letzten 30 Minuten die Abdeckung ab. Das gibt dem Ganzen noch mehr Textur.
- Ruhen und servieren:
- Lass das Fleisch nach dem Garen 15 Minuten ruhen, bevor du es zerteilst oder zerzupfst. Serviere es mit dem aromatischen Bratensaft aus der Pfanne.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem kalten Winterabend dieses Fleisch aus dem Ofen zu holen und zu sehen, wie die Gesichter meiner Lieben aufleuchten. Einmal haben wir die Reste in weiche Brötchen gepackt und mit selbstgemachter BBQ-Sauce serviert, das war fast noch besser als das ursprüngliche Gericht. Dieses Rezept hat sich vom Zufallsprodukt zu einem festen Bestandteil unserer Familientradition entwickelt.
So bewahrst du Reste auf
Reste lassen sich hervorragend im Kühlschrank für bis zu vier Tage aufbewahren. Pack das Fleisch luftdicht ein und gib etwas von dem Bratensaft dazu, damit es nicht austrocknet. Beim Aufwärmen einfach sanft in einer Pfanne oder im Ofen erwärmen, niemals in der Mikrowelle auf höchster Stufe, sonst wird es zäh. Ich verwende die Reste gerne für Tacos, Salate oder einfach nur auf frischem Brot mit ein bisschen Senf.
Variationen und Serviervorschläge
Du kannst das Fleisch mit Röstkartoffeln, Süßkartoffelpüree oder gedünstetem Gemüse servieren. Auch in Sandwiches oder Wraps macht es eine unglaublich gute Figur. Wenn du es etwas exotischer magst, probier es mal mit einer Asia-Marinade aus Sojasauce, Ingwer und Honig. Die Möglichkeiten sind endlos, und das Fleisch nimmt jede Geschmacksrichtung dankbar an.
Was du beachten solltest
Achte darauf, dass dein Bräter groß genug ist und einen gut schließenden Deckel hat. Die niedrige Temperatur und die verschlossene Umgebung sind entscheidend für das zarte Ergebnis. Falls du keine passende Abdeckung hast, verwende doppelte Lagen Alufolie und drücke sie fest an den Rand. Ein Fleischthermometer ist hilfreich, die Kerntemperatur sollte mindestens 90 Grad Celsius erreichen.
- Verwende immer ein Fleischstück mit etwas Fett, mageres Fleisch wird trocken.
- Lass dir Zeit beim Garen, Eile zahlt sich hier nicht aus.
- Wenn du es eilig hast, erhöhe die Temperatur nicht, verlängere lieber die Garzeit.
Dieses Gericht hat mir gezeigt, dass die besten Rezepte oft die einfachsten sind. Mit ein bisschen Geduld und guten Zutaten zauberst du etwas, das alle begeistert und noch lange in Erinnerung bleibt.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Wie lange braucht die Schweineschulter im Ofen?
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Sie benötigt etwa 4 Stunden bei niedriger Temperatur (135°C), um zart und saftig zu werden.
- → Welche Gewürze werden verwendet?
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Eine Mischung aus Salz, schwarzem Pfeffer, geräuchertem Paprika, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Thymian und Rosmarin sorgt für ein würziges Aroma.
- → Wie erreiche ich eine knusprige Kruste?
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Die letzten 30 Minuten das Fleisch offen im Ofen garen, damit die Oberfläche schön knusprig wird.
- → Kann man das Fleisch vorbereiten?
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Ja, am besten über Nacht mit den Gewürzen marinieren, um den Geschmack zu intensivieren.
- → Wozu passt die Schweineschulter als Beilage?
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Klassische Beilagen sind Ofengemüse, Kartoffelpüree oder frische Salate, die die Aromen ergänzen.
- → Ist das Gericht glutenfrei?
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Ja, es enthält keine glutenhaltigen Zutaten und ist somit für eine glutenfreie Ernährung geeignet.